"Lasst uns zu dem Wandel werden, den wir in der Welt erreichen möchten." Mahatma Gandhi

Budget und Forecasting im Hotel – Pflicht oder Kür?

Für viele Manager ist das Erstellen des Budgets und Businessplans eine jährliche ungeliebte Pflicht. Jedoch ist dieser Plan substanziell – bilden diese Daten doch die Grundlage für die jährliche Planung und Kontrolle des gesamten Hotels.

Das Budget ist eines der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Planungsinstrumente im Hotelmanagement. Nur wenn Sie planen, wissen Sie und Ihre Mitarbeiter, wo die Reise hingeht!

In der Phase der Budgetierung planen Sie die erwartenden Umsätze und Ausgaben für das folgende Geschäftjahr. Die Erlöse werden aus dem Umsatz, Zinsen, Kosten, Versicherungen, Abschreibungen und anderen Forderungen ermittelt. Alle Mitarbeiter, die direkt von den Budgetzahlen betroffen sind, sollten mit einbezogen werden.

Die Erstellung eines Budgets ist der erste Schritt im betriebswirtschaftlichen Hotelmanagement. Der monatliche Vergleich Plan-/Ist-Abgleich ist der Nutzen – die Kosten-Umsatzkontrolle. Die Analyse der Abweichungen zeigen etwaigen Handlungsbedarf für die Gegensteuerung im Management. Im Fall eines positiven Trends bietet das zeitige Erkennen die Möglichkeit, Steuern zu optimieren und Investitionen zu entscheiden.

Die Ziele sollen realistisch gleichermaßen ehrgeizig sein. Vorteilhaft ein rollierendes Hotelbudget für 12 Monate im Ist-/Sollvergleich pro Segment.

Forecasting: Gute Planung ist alles

Der Forecast bildet die Grundlage für das Logisbudget. Die Planung enthält die Prognose der zu erwartenden Umsätze über den Zimmerverkauf pro Tag und Marktsegment. Methodisch erarbeitete Informationen helfen dem Sales Manager eine gute Umsatzprognose zu erstellen und liefern die Basis für effektives Revenue Management.

Das ist die Kernfrage:

Welchen Preis, in welchem Marktsegment und wie viele Zimmer können Sie für jeden zukünftigen Tag verkaufen?

Forecasting ist ein essentielles Werkzeug für Revenue Management im Hotel – ohne ihn finden die Techniken der Ertragsoptimierung keine Anwendung. Es gilt, Trends, Veränderungen im Markt zu ergründen und auszuwerten.

Was ist die Abweichung im Pick-up des Buchungsstands im Vergleich zum Vormonat und des Vorjahres? Wie viele Reservierungen sind im laufenden Monat im Verhältnis zu den History Daten aufgelaufen. Wie verhält sich die Nachfrage – der Demand? Haben Events / Messen Einfluss genommen? Betrachten Sie möglichst viele Markttrends und leiten daraus Verhaltensmuster her.

Um einen wertvollen Forecast zu erstellen, analysieren Sie Detaildaten. Ermitteln Sie die Elemente, die Einfluss auf das Buchungsverhalten haben. Wie ist die Produktion der Top-Accounts der einzelnen Marktsegmente: Corporate, Leisure, Whole-Saler, MICE, Internet, WBE? Gibt es Veränderungen im Volumen, Verweildauer, Anteil der Doppelbelegung?

Was passiert im Hotel Umfeld:

  • Unternehmen, die ihre Tore schließen
  • Neuansiedlung von Firmen in der Region
  • Neuerungen in Flug-, Bahn- oder Autobahnanbindung
  • Neue Hotels im Markt
  • Variation der Zimmerkapazitäten durch Erweiterung, Renovierungsarbeiten bei Mitbewerbern
  • Wirtschaftlicher Verlauf
  • Touristische Entwicklung der Besucheranzahl in der Stadt/Region
  • Pricing der Mitbewerber

Die Antworten liefern die Revenue Management Strategie. Das Entgegensteuern – Tag für Tag – in Kooperation mit allen Abteilungen im Hotel, Vertrieb, Marketing oder das Housekeeping ist entscheidend für den Hotelerfolg.

Exaktes Forecasting führt zu Umsatzsteigerung und Optimierung der Erträge! 

In diesem Sinne: Happy Budgeting und happy Forecasting!

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